Vor 200 Jahren sandte die Basler Mission ihre Prediger
in den Süden, um „die Seelen der Wilden“ zu retten. Ein Schwerpunktgebiet der
Basler Mission war die „Goldküste“ in Afrika, das heutige Ghana. Der Kulturimport aus der Schweiz hat wesentlich zur Umwandlung der Gesellschaft Ghanas beigetragen. Das Christentum hat sich weiterentwickelt, nicht zuletzt in den Slums, den „Abfalldeponien der Globalisierung für überschüssige Menschen“. Heute ist Ghana ein tiefreligiöses Land. Neue, fundamentalistische Kirchen boomen. Zum Beispiel die Lighthouse Chapel International. Ihr Gründer, Dag Heward-Mills, ist nicht nur Halbschweizer, - seine Mutter Judith stammt aus dem Baselbiet -, er versteht sich auch als Nachfolger der Basler Mission. Aber die Zeiten hätten sich geändert, sagt er. Der spirituell lebendige Teil der Welt habe sich verschoben, von Europa zu den armen, unterprivilegierten Teilen der Welt. Und er sagt:“The responsibility of spreading the Gospel has shifted from whites to men of colour". Er will die frohe Botschaft zurück nach Europa bringen. Der Film beginnt in „Sodom und Gomorrah“, einem der
grössten Slums in Ghanas Hauptstadt Accra. Eine Gruppe um die Mommy Osofo Salome zeigt uns, wie der Glaube ihr Leben durchdringt und
ihnen ganz praktisch im Alltag hilft. Der zweite Teil des Films spielt in der Schweiz. Er zeigt die Konfrontation der afrikanischen Freikirchler mit der Schweiz. Wir versuchen zu ergründen, welchen Einfluss die Kultur(en) aus dem Süden mit ihren meist sehr konservativen Werten mittel- und langfristig auf unsere Gesellschaft hat. Was lernen wir voneinander, wie beeinflussen wir uns gegenseitig? Ist diese Zuwanderung/ Neumissionierung eine Bedrohung oder eine Chance für uns? |

